Konzept


Das Deutsche Guggenheim präsentierte jährlich vier hochkarätige Ausstellungen mit einem Schwerpunkt auf der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Die 350 qm umfassende Kunsthalle bot den idealen Raum für eine detaillierte Sicht auf fokussierte Themen oder Werkgruppen einzelner Künstler und Strömungen. Dabei wandelte sich das Ausstellungsforum immer wieder von Schau zu Schau und überraschte mit neuen Raumansichten. Das vielseitige Programm des Deutsche Guggenheim, das von beiden Partnern gemeinschaftlich erarbeitet wurde, setzte sich aus drei Schwerpunkten zusammen.

Neben den Künstler- und Themenausstellungen mit Leihgaben internationaler Museen, Institutionen und Privatsammlungen zeigte die Galerie jeweils eine Schau mit Arbeiten aus der Sammlung Deutsche Bank. Außergewöhnlich war das Konzept jedoch vor allem hinsichtlich der raumbezogenen Auftragsarbeiten, die speziell für die Ausstellungshalle geschaffen wurden.

Jeff Wall
Belichtung, 2007
© Jeff Wall

Auftragsarbeiten

Anish Kapoor
Memory, 2008/2009
© Anish Kapoor

Mindestens ein Mal im Jahr wurde ein Künstler mit einer neuen, speziell für den Ausstellungsraum Unter den Linden geschaffenen Arbeit präsentiert.

Neben Malerei von James Rosenquist und Jeff Koons sowie Fotoarbeiten von Hiroshi Sugimoto und Jeff Wall verwandelten raumgreifende Installationen von Lawrence Weiner, Phoebe Washburn und Anish Kapoor das Deutsche Guggenheim.

Die Videoarbeit Going Forth by Day von Bill Viola, die monochrome Glasarbeit Acht Grau von Gerhard Richter und die Serie Somewhere Between Almost Right and Not Quite (With Orange) von John Baldessari waren dabei weitere Höhepunkte der Reihe.

Deutsche Bank „Künstler des Jahres"

Wangechi Mutu
Intertwined, 2003 (Detail)
© Wangechi Mutu and Susanne Vielmetter
Los Angeles Projects

Mit der Auszeichnung „Künstler des Jahres" eröffnete die Deutsche Bank 2010 ein neues Kapitel in ihrem globalen Kunstengagement. Auf Empfehlung des Deutsche Bank Global Art Advisory Council, dem die renommierten Kuratoren Okwui Enwezor, Hou Hanru, Udo Kittelmann und Nancy Spector angehörten, ehrt die Bank junge Künstlerinnen und Künstler, die bereits ein unverwechselbares und außergewöhnliches Werk geschaffen hatten, in dem Arbeiten auf Papier oder Fotografie eine wichtige Rolle spielen. Im Unterschied zu vielen anderen Auszeichnungen ist „Künstler des Jahres" nicht mit einem Geldpreis dotiert, sondern fest in das Kunstprogramm der Deutschen Bank eingebettet, mit dem sie seit 30 Jahren weltweit Zugang zu zeitgenössischer Kunst schafft – sei es durch ihre Kunstsammlung, durch Ausstellungen oder Kooperationen.

Höhepunkt war jeweils eine Einzelausstellung des „Künstlers des Jahres" im Deutsche Guggenheim in Berlin, die anschließend an weiteren internationalen Standorten präsentiert wurde. Zur Ausstellung erschien ein ausführlicher Katalog und eine exklusive Edition des Künstlers. Zudem wurde eine Auswahl von Arbeiten auf Papier für die Sammlung Deutsche Bank erworben.

Internationale Ausstellungen

True North, 2008

Mit seinen Präsentationen aus internationalen Sammlungen zeigte das Deutsche Guggenheim Künstler, Kunstrichtungen oder Themen, denen in Berlin selten oder nie zuvor eine Schau unter diesem Fokus gewidmet wurde. Beginnend mit der Eröffnungsausstellung Pariser Visionen: Robert Delaunays Serien, konnten Ausstellungen wie z. B. Helen Frankenthaler: Mountains and Sea und die Jahre danach 1956 –1959 oder Dan Flavin wichtige Akzente setzen.

Dabei wurden nicht nur Beispiele aus den Sammlungen des Guggenheims oder der Deutschen Bank, sondern auch Einzigartiges aus den Beständen internationaler Museen präsentiert. Kooperationen mit der Albertina in Wien anlässlich der Ausstellung Von Dürer bis Rauschenberg oder mit zahlreichen russischen National- und Regionalmuseen im Rahmen der Ausstellungen Amazonen der Avantgarde und Kasimir Malewitsch: Suprematismus sind nur einige Beispiele für die Vernetzung des Deutsche Guggenheim in der internationalen Museumslandschaft.

Aber auch private Sammlungen und Leihgeber unterstützen gerne einzelne Projekte wie Über das Erhabene: Mark Rothko, Yves Klein, James Turrell; Eduardo Chillida – Antoni Tà pies oder Bruce Nauman: Theaters of Experience.