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Von Dürer bis Rauschenberg

Eine Quintessenz der Zeichnungen
30. Juni - 06. September 1998



Zeichnungen aus fünf Jahrhunderten - von Dürer bis Rauschenberg - zeigt das Deutsche Guggenheim vom 30. Juni bis 6. September 1998 in seiner Ausstellungshalle Unter den Linden. Die Graphische Sammlung Albertina in Wien und die Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums in New York öffnen für diese Schau ihre Bestände.
Jeweils fünf Zeichnungen von achtzehn weltbekannten Künstlern dokumentieren die historische Entwicklung und mediale Veränderung der Zeichnung innerhalb der letzten fünf Jahrhunderte. Auch ihre Bedeutung zur Dokumentation und Beobachtung wie als Mittel der Erfindung und des Experiments werden präsentiert.

Die Meisterwerke der ausgewählten Künstler stehen beispielhaft für ihre Institution. Sie charakterisieren Wesen und Wandlung beider Kollektionen. Unter Leitung der Sammlungsdirektoren Prof. Konrad Oberhuber und Thomas Krens wurde diese Schau für das von Deutscher Bank und Guggenheim Stiftung gemeinschaftlich geführte Deutsche Guggenheim zusammengestellt.

Aus der Albertina stammen die frühesten Werke: Eine seltene Bleistiftzeichnung Albrecht Dürers etwas, dessen präzise Beobachtungsgabe und Beherrschung von Linie und Form wesentlich zu seiner Anerkennung als Meister der Hochrenaissance beitrugen. Diesen Zeichnungen schließen sich die Studien des italienischen Zeitgenossen, des Renaissancekünstlers Raphael an.

Kartonzeichnungen und Skizzen seines Landmannes Federico Barocci und des flämischen Meisters Peter Paul Rubens dokumentieren die Entstehung des Barockstils beginnend mit den Frühwerken im sechzehnten Jahrhundert bis zu seinem Höhepunkt im siebzehnten Jahrhundert. Gespannt wird der Bogen durch fünf Jahrhunderte durch die mit hoher Präzision ausgeführten Kompositionen des Niederländers Rembrandt und Werken des französischen Landschaftsmalers Claude Lorrain. Der Charme des französischen Rokoko ist besonders in den virtuos ausgeführten, allegorischen Zeichnungen Jean-Honoré Fragonards aus dem achtzehnten Jahrhundert spürbar.

Das neunzehnte Jahrhundert schließlich verbindet die Sammlungen von Albertina und Guggenheim. Während die Albertina Rudolph von Alt als bedeutensten Wiener Aquarellisten seiner Zeit herausstellt, beginnt das Guggenheim Museum mit Werken des französischen Post-Impressionisten Georges Seurat die Sammlungsdarstellung.
Die Zeichnungen der Wiener Künstler, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Egon Schiele aus der Albertina leiten mit den die Moderne eröffnenden Wassily Kandinsky und Paul Klee aus der Sammlung Guggenheim in das zwanzigste Jahrhundert über. Beispielhaft verdeutlichen auch die Zeichnungen des Spaniers Pablo Picasso und die Skizzen-Serie des Amerikaners armenischer Herkunft Arshile Gorky die New Yorker Kollektion. Die Brücke zu den Anfängen und zugleich konzeptionellen Dreh- und Angelpunkt bilden die das konventionelle Verständnis der Zeichnung sprengenden Werke des deutschen Künstlers Joseph Beuys und des Amerikaners Robert Rauschenberg. Sie führen bis in die Gegenwart. Im September wird dann die Ausstellung Katharina Sieverding die Sammlung der Deutschen Bank vorstellen.

Begleitet wird die Ausstellung von der Konzertreihe "Musik und Kunst aus fünf Jahrhunderten", die am 2. Juli 1998 im Atrium der Deutschen Bank beginnt. Das Deutsche Guggenheim lädt zu einem Konzertvortrag von Prof. Dr. Konrad Oberhuber und den Albertina Solisten ein, bei dem Musik aus fünf Jahrhunderten gespielt und in Verbindung zur Kunst gesetzt wird. Desweiteren finden Kammerkonzerte mit Solisten des Berliner Philharmonischen Orchesters statt.

Als Edition No. 3 ist in Zusammenarbeit mit Faber-Castell eine künstlerisch gestaltete Dürer-Box mit 100 Farbstiften vorgesehen.
Zur Ausstellung erscheint der deutsch- oder englischsprachige Katalog der im MuseumsShop zum Preis von DM 49,-- erhältlich ist. Pressekonferenz: Montag, 29. Juni 1998, 15.30 Uhr


Fotomaterial zur Ausstellung

kann unter www.photo-files.de/guggenheim direkt aus dem Netz heruntergeladen werden.

Weitere Informationen

Leitung: Svenja Gräfin von Reichenbach
Presse: Sara Bernshausen
Telefon: 030-202093-14
Fax: 030-202093-20
email: berlin.guggenheim@db.com
Internet: www.deutsche-guggenheim.de