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Jedes Jahr präsentiert das Deutsche Guggenheim auch eine von der Deutschen Bank konzipierte Schau. 2009 ist diese Präsentation dem vielschichtigen Œuvre von Imi Knoebel gewidmet. Der 1940 in Dessau geborene Wahl-Düsseldorfer zählt zu jenen Künstlern, deren Werdegang die Sammlung Deutsche Bank seit nunmehr 25 Jahren kontinuierlich begleitet. Das Werk des Schülers von Joseph Beuys, der mit vielen Künstlern seiner Generation zusammenarbeitete, aber immer eine Sonderrolle einnahm, erscheint mit seinen wegweisenden Grundfragen nach Form und Farbe heute aktueller denn je. Dies gilt besonders auch im Zuge der Rückbesinnung der jüngeren Generation auf die abstrakte Kunst der sechziger und siebziger Jahre.


Imi Knoebel
Ort – BLAU GELB ROT ROT, 2008
© VG Bild-Kunst, Bonn 2009


Die Ausstellung präsentiert sich als eine Aufführung in zwei Akten: Den Anfang machen neue, zwischen 2005 und 2009 entstandene Bilder Knoebels. Unter dem Titel ICH NICHT geben sie eine entschiedene Antwort auf Barnett Newmans Frage Wer hat Angst vor Rot, Gelb, Blau? Zu sehen sind vor allem großformatige Werke, die den kraftvollen und unbekümmerten Umgang des Künstlers mit den Primärfarben dokumentieren: Sie laden ein zu einer visuellen Reflexion und überwältigen zugleich in ihrer teils raumgreifenden Unmittelbarkeit.
ENDUROS, der zweite „Akt“ der Schau, ermöglicht einen Rückblick auf Knoebels Werk von 1968 bis 2005 und deckt damit das gesamte Spektrum seines gegenstandslosen Formenvokabulars ab. Knoebels frühe Auseinandersetzung mit experimentellen Formen und Materialien wie dem Rostschutzmittel Mennige, den „immateriellen“ Lichtprojektionen sowie den gestisch-informellen Abstraktionen werden bei seinen Papierarbeiten besonders evident. Rund 200 Collagen, Zeichnungen, Photographien und Druckgraphiken aus der Sammlung Deutsche Bank bieten einen umfassenden Einblick in die Werkentwicklung des Künstlers. Zugleich zollen die Arbeiten einem Medium ihren Tribut, das auch von Anbeginn den besonderen Fokus des Engagements der Deutschen Bank definierte: dem Papier.


Imi Knoebel
Grace Kelly I – 1, 1989
© Sammlung Deutsche Bank,
VG Bild-Kunst, Bonn 2009


Der Umfang der Arbeiten des Künstlers in der Sammlung Deutsche Bank ist seit dem ersten Ankauf 1984 bis heute auf über 1000 Blätter angewachsen. Der weltweit insgesamt über 56.000 Arbeiten umfassende Bestand der Bank gilt heute als die bedeutendste Sammlung von Zeichnungen und Fotografien nach 1945. Mit Imi Knoebel wird die Reihe der Deutsche Bank-Ausstellungen in der Kunsthalle Unter den Linden fortgesetzt, in der bisher unter anderem Einzelausstellungen von Georg Baselitz, Neo Rauch, Richard Artschwager, Kara Walker und Cai Guo-Qiang gezeigt wurden.

Anlässlich der Ausstellung erscheint ein monographischer Katalog mit über 300 Abbildungen und Texten von Hubertus Butin, Jörg Heiser, Friedhelm Hütte, David Moos, Petra Richter, Martin Schulz und Johannes Stüttgen. Ebenfalls erhältlich sind zwei speziell für die Schau im Deutsche Guggenheim entstandene Editionen, deren Verkaufserlöse dem Kinderstern e.V. zu Gute kommen.

Die Ausstellung im Deutsche Guggenheim entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler und in Kooperation mit der Neuen Nationalgalerie, in der parallel Imi Knoebels Installation Zu Hilfe, zu Hilfe… zu sehen ist..

Weitere Informationen zur Imi Knoebel Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie